Eine ausführliche Dokumentation im PDF-Format können Sie hier herunterladen: SKS-Geschichte [PDF].

Zur Geschichte der Stiftung für Kanada-Studien


In den 15 Jahren seit ihrer Gründung hat sich die Stiftung für Kanada-Studien (SKS) in der deutschsprachigen kanadistischen Wissenschaftslandschaft zu einer festen Größe entwickelt.

Entstehung und Zielsetzungen

 

  • Hervorgegangen aus einer Initiative der Gesellschaft für Kanada-Studien in den deutschsprachigen Ländern (GKS) und der Botschaft von Kanada in Deutschland, hat sich die SKS als gemeinnützige Stiftung die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf dem Gebiet der Kanadaforschung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Aufgabe gemacht.
  • Durch die Vergabe von Stipendien und anderen Fördermitteln eröffnet die Stiftung für Kanada-Studien jungen Akademikerinnen und Akademikern die Möglichkeit eines ausgedehnten Auslandsaufenthalts zu Forschungs- und Recherchezwecken im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Forschungsprojekte. Die SKS fördert Forschung im Bereich der Kanada-Studien mittels gezielter finanzieller Unterstützung und ermöglicht somit dem deutschsprachigen wissenschaftlichen Nachwuchs verschiedenster Fachrichtungen die Gelegenheit zum direkten Austausch mit kanadischen Kollegen auf vielen wissenschaftlichen Gebieten.
  • Während der durch Stipendien ermöglichten Auslandsaufenthalte entstehen für die Nachwuchswissenschaftler wertvolle wissenschaftliche Netzwerke und die an kanadischen (Gast-)Universitäten geknüpften Kontakte bedeuten nicht selten für die ehemaligen Stipendiaten eine wichtige Grundlage für ihre weiterführenden Forschungen und die berufliche Karriere dieser jungen Akademiker. Durch ihre persönlichen Erfahrungen und Kontakte wirken sie somit als wichtige Mediatoren in der Wissenschaftskooperation zwischen Kanada und den deutschsprachigen Ländern und tragen zum Informationstransfer unter den verschiedenen universitären Zentren bei. Zusätzlich ergibt sich durch ehemalige Stipendiaten eine Multiplikatorenwirkung hinsichtlich anderer NachwuchswissenschaftlerInnen und Studierenden, womit sie an ihren eigenen Instituten einen bedeutenden Beitrag zur Verbreitung und Bereicherung der Kanada-Studien leisten.
Entwicklung der Förderungsschwerpunkte

 

  • Die Stiftung für Kanada-Studien hat von ihrer Gründung 1993 bis ins Jahr 2007 sowohl Förderpreise für noch nicht graduierte Studenten zur Erstellung von Diplom-, Staats- und Magisterarbeiten als auch Promotionsstipendien zur Förderung von Doktorarbeiten vergeben.
  • Seit 2008 gewährt die Stiftung nur mehr Promotionsstipendien in Form von Kurzzeitstipendien, die zur Abdeckung von Reisekosten oder als Aufstockung von anderweitig gewährten Leistungen dienen. Darüber hinaus fördert die Stiftung Forschungsvorhaben in Form von Post-Doc-Stipendien.
    Diese Hinwendung zur Förderung von Forschungsprojekten bereits graduierter Nachwuchswissenschaftler trägt der Tatsache Rechnung, dass die Stiftung für Kanada-Studien zukünftig verstärkt junge Wissenschaftler unterstützen möchte, die durch vorangehende einschlägige Leistungen bereits ihre Befähigung zum eigenständigen akademischen Arbeiten unter Beweis gestellt haben. Da fortgeschrittene wissenschaftliche Arbeitsprojekte in der interdisziplinären Kanadistik meist längere Aufenthalte an kanadischen Universitäten zu Recherchezwecken voraussetzen, deren Finanzierung aber oftmals schwierig ist, schließt die Stiftung für Kanada-Studien mit ihrer intensiven Graduiertenförderung fortan eine Lücke in der kanadistischen Förderungslandschaft.
    Die Graduiertenförderung gewährleistet eine qualitative Bereicherung der wissenschaftlichen Arbeiten des deutschsprachigen kanadistischen Nachwuchses und verbessert somit dessen Konkurrenzfähigkeit im internationalen Wettbewerb.
  • Gleichzeitig bestehen zur finanziellen Unterstützung von Studienabschlussarbeiten auch weiterhin die umfangreichen Förderprogramme seitens der Gesellschaft für Kanada-Studien.
  • Bis dato hat die Stiftung für Kanada-Studien insgesamt ca. 100 Stipendien vergeben. Dabei wurden Disziplinen wie Literatur- und Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft, Geschichte, Geowissenschaften, aber auch Urgeschichte, Filmwissenschaft, Psychologie und Meeresbiologie berücksichtigt, - um nur einige zu nennen.
Kuratorium und finanzielle Ausstattung

 

  • Die Stiftung für Kanada-Studien wird von einem bis zu sechsköpfigen Kuratorium geleitet, das über die Vergabe der Fördermittel und Stipendien entscheidet. Es setzt sich aus drei GKS-Mitgliedern, also Kanada-Experten aus verschiedenen akademischen Bereichen, und einem Vertreter des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft zusammen. Das Kuratorium kann zwei weitere beratende Mitglieder z.B. aus der Wirtschaft hinzuziehen.
  • Bei ihrer Gründung wurde die Stiftung für Kanada-Studien von Seiten der GKS und der kanadischen Regierung mit einem Grundkapital ausgestattet. Die geleisteten Fördermaßnahmen werden aus den durch die Anlage des Stiftungskapitals erwirtschafteten Kapitalerträgen finanziert. Um den Fortbestand und die Ausweitung des Förderumfangs abzusichern, ist die Stiftung somit auf Zustiftungen angewiesen, welche die finanzielle Absicherung der gesetzten Aufgabe der Förderung des kanadistischen Nachwuchses auf breiter Basis unterstützen.